Vulkanisierer
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Es war tatsächlich eine Ausfahrt schierer Grösse, ein Motiv, das sich durch den ganzen Tag zog.
Aber fangen wir ganz am Anfang an: Wie es so ist, wenn man mit Unterwegstreffpunkten und vielen Teilnehmern fährt, Verzögerungen addieren sich zu schierer Grösse.
Der erste Treffpunkt der Göppinger lag in weiter Ferne. Am Nach-Karte-Fahren muss noch gearbeitet werden, aber jetzt könenn wir endlich los. Nein, es gibt jetzt keinen Kaffee. Wir pflügen in flotterer Gangart zum Ruhestein, da man sich auf der Strecke nicht verfahren kann, fliege ich voraus, um die Geduld der Wartenden nicht auf eine allzu harte Probe zu stellen und Hans hinterher. Kein guter Start für eine Gruppenfahrt dieser Grösse, aber wir werden auch noch später zu einer Gruppe werden können.
Wie nicht anders zu erwarten: Klaus und Ralf sind bereits da und stehen sich die Füsse in den Bauch. |
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Das Kaffeekränzchen beim Zitterschluck:
(von links nach rechts)
Lollo, Ralf, Klaus, Jürgen, Thomas, Norbert, (Britta), Heidi, Harald, Inge, Ulrike
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Derweil heizen Uwe und ich vorsorglich nach Allerheiligen runter. Einmal, dass uns das nicht einfach rausgeht - wir sind viel zu spät dran, um diesen Schlenker einzubauen - und ausserdem ist nicht sicher, ob nicht Michael dort unten wartet.
Uwe darf voraus, damit ich nicht im Weg stehe *g*, aber ganz so viel nimmt er mir gar nicht ab, heissa, das tut gut, einfach ein tolles Stückchen Bergstrasse, schade nur, dass man sie nicht direkt vor der Haustür hat. Hoizkessele ächzt und kränkt, taucht wie immer furchtbar tief und schwammig ein, gibt flammenspeiend ganz bezaubernde Auspuffgeräusche von sich wenn ich runterschalte und grummelt grollend, wenn wir aus den Kurven rausbeschleunigen, nein, es gibt ganz sicher so schnell keinen kurvengängigeren Ersatz für Dich, denn das ist wie Bullenreiten für den einsamen Endvierziger. Yippie! |
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Sozienposen im Duett: Inge und Britta
Da möchte auch Thomas gerne mitmachen, aber wer nicht soziiert darf hier nicht posieren. |
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Endlich wird zum Sammeln geblasen. |
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Micha voraus, Uwe als Schlussmann, dazwischen tonnenweise Chrom in der Sonne, so wälzt sich unsere Gruppe als gewaltig grollender Lindwurm über die Wasserscheide dem Rheintale zu. Der eingeplante Schlenker Kappelrodeck-Sassbachwalden muss leider auch ausfallen, die Zeit, die Zeit... ...schliesslich warten unserere beiden wackeren Badener bereits am Grenzübergang, demzufolge empfiehlt sich die Gerade als kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten (auch wenn das Klaus hart ankommt, all die vielen schönen Kurven bleiben links und rechts liegen). |
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Treffpunkt Rheinau-Freistett an der Tanke.
Charly und Gyps warteten geduldig und gottergeben.
Endlich vereint.
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Juchheissa wir fahren gegen Lothringen, nibber ibber die Brigg, ins Elsass. Es wird waldiger und endlich verschwinden wir in dem mächtigen Trutzwald in dem sich das Fort Schoenenburg als kleiner Teil der noch mächtigeren Maginotlinie verbirgt. |
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Wie ein gestrandeter Wal ragt der Helm dieses Wehrkolosses aus dem Waldboden.
Dies ist der Lieferanten- und Besuchereingang, der nach landesinnen weist und sich fast zwei Kilometer hinter dem vorderen Bollwerk befindet.
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Possierliche Geschützkuppeln liegen wie eingezogene Hydrenköpfchen oben auf und können im den Allemannen zugereckten Kampfbau mit einer ingeniösen Hebetechnik gelüftet werden, um mit Zwillingskanonen den Feind gebührend zu begrüssen. Die rund 800köpfige Besatzung harrte ungeschlagen und mit lediglich zwei Mann Verlust bis zum Waffenstillstand, um sich schliesslich doch zu ergeben. Bombardements, dicke Berten und was alles aufgefahren wurde, hinterliess zwar heftige Risse im Putz, aber Le Fort blieb bis zuletzt voll funktionsfähig und so liegt es hier noch heute, eingegraben in den Heimatboden, den es zu verteidigen gedacht war, als Zeugnis einer Rüstungsgigantomanie, wie man sie heute eigentlich nur noch bei Atom-U-Booten, Schlachtschiffen, Flugzeugträgern, B52Bombern und ähnlichem Kroppzeug findet. |
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Nach langen Stunden unter Tage ans Licht zurückgekehrt:
Gyps, Jürgen, Heidi
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Auch wenn soviel Wehrbeton schwer im Magen liegt, begann sich der Wunsch nach anderer Rüstung unter uns breit zu machen, der Ruf nach Gulaschkanonen wurde laut, aber hier zeigte sich einmal mehr die ingeniöse Wehrhaftigkeit Frankreichs, noch 58 Jahre nach der Niederlage will man uns aushungern!
Ein klein wenig nachtragend finde ich das schon. |
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Endlich aber, als die Not am grössten und der Weg lang zu werden begann, führte uns Charly zu einem bewirtschafteten Campingplatz, sodass uns wenigstens für dieses Mal schmählicher Rückzug oder gar feige Kapitulation erspart blieben. |
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Aber schliesslich folgte der Zusammenbruch doch auf dem Fusse, denn der Tag war grässlich fortgeschritten und die Göppinger hatten den Wunsch vor Mitternacht zu retirieren.
Schade, blieb leider auch die Schlaufe nach Bitche durch den Naturpark Nordvogesen aussen vor. |
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So folgte der eigentlich letzte Aufbruch des Tages, Rücksturz nach Karlsruhe. Unterwegs versagte nochmals Hoizkesseles Stromkreis, die Göppinger fuhren alleine weiter, wir schraubten an Hoizkessele rum, fanden nix, Gyps war mit dem Ölkännschen-Placeboeffekt erfolgreich (denn es war einer, wie sich später herausstellte) und wir konnten weiterfahren. Und so kam ein allerletzter Aufbruch noch dazu. Denn kaum fühlten sich die Göppinger unbeaufsichtigt... |
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... erwachte der Kampfgeist vergangener Tage und sie konnten sich der Gelegenheit zu diesem Go In einfach nicht verschliessen... |
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... weil sich damit dieses Sit In verbinden liess: (von links nach rechts)
Norbert unser "Siddiroller", Harald, Inge, |
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War spassig mit Euch allen zu fahren. Freu mich schon aufs nächste Mal und darauf, dass der "Siddiroller" für uns alle zusammen eine Tiroltour plant. |
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